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Die Christengemeinde Elim ist aus der deutschen Gemeinschaftsbewegung nach der Ausgießung des Heiligen Geistes um 1900 hervorgegangen. Die Grundsteinlegung des Kirchenbaus in der Bachstraße erfolgte am 21.9.1928. Dem vorausgegangen waren seit 1926 Evangelisationsveranstaltungen, erst in öffentlichen Gebäuden, dann in einer mobilen Wanderhalle der “Zeltmission Berlin-Lichterfelde”. Ihr Leiter Heinrich Vietheer wurde damit zum Gründer der Gemeinde und der gesamten Elimbewegung.
Vietheer erlebte seine Bekehrung beim CVJM in Berlin und bewährte sich zunächst als Leiter landeskirchlicher Gemeinschaften im Raum Berlin. 1922 gründete er die “Zeltmission Berlin-Lichterfelde” und evangelisierte im Rahmen der Deutschen Evangelischen Allianz in ganz Deutschland, aber auch darüber hinaus, etwa im Baltikum. Schwerpunkte seiner Gemeindegründungsaktivitäten lagen in Sachsen und in Hamburg, wo sein erster Einsatz bereits 1922 in Eimsbüttel erfolgte. Nach der Gründung der Elim-Gemeinde im Jahre 1926 dauerte es noch zwei Jahre, bis die nicht wintertaugliche Wanderhalle gegen ein erstes Kirchengebäude ausgetauscht werden konnte. Die Taufen der Gemeinde fanden in öffentlichen Veranstaltungen im Bartholomäusbad statt. 1935 entschied man sich aufgrund des Mitgliederwachstums und des großen Einzugsgebietes zur Neugründung einer Elim-Gemeinde im Westen Hamburg (heute “Pfingstgemeinde in Hamburg-Altona”, Eimsbüttler Str. 30). Weitere Gemeindegründungen in Hamburg und dem Umland waren das Kennzeichen der sehr missionarisch ausgerichteten Elim-Gemeinde wie der ganzen Elim-Bewegung überhaupt. Organisatorisch bildeten die Elim-Gemeinden zunächst einen Verbund mit der “Zeltmission Berlin-Lichterfelde”.
Die Wurzeln der Elim-Gemeinden liegen in der Heiligungsbewegung des 19. Jahrhunderts, die von breiten Kreisen der deutschen evangelischen Christenheit getragen wurde. Als die erwarteten Erweckungsaufbrüche nach der Jahrhundertwende unterschiedliche Interpretation erfuhren und zu Unsicherheiten führten, kam es zu einer Trennung innerhalb der deutschen Gemeinschaftsbewegung. Unter Jonathan Paul, zu recht als der Vater der deutschen Pfingstbewegung angesehen, konstituierte sich noch vor dem ersten Weltkriege eine innerkirchliche Pfingstgemeinschaft, der “Christliche Gemeinschaftsverband Mühlheim/Ruhr”. Die ablehnende Haltung gegenüber der charismatischen Frömmigkeit in vielen Gemeinschaftskreisen veranlasste jedoch die Mehrheit der pfingstlich orientierten Christen, den Weg in Richtung Freikirche zu beschreiten. Die Elim-Bewegung, die nach dem Ersten Weltkriege entstand, wurde das Flaggschiff der freikirchlichen Pfingstbewegung.
Repressionen im Dritten Reich mündeten 1937 in die Zwangsauflösung der “Zeltmission” und den erzwungenen Anschluss an den “Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden”, unter dessen Dach die ostdeutschen Elim-Gemeinden bis 1991 verblieben.
Das Ende des Zweiten Weltkrieges zerstörte die Gemeindelandschaft im Osten Deutschlands und spülte einen großen Flüchtlingsstrom in die sich wieder sammelnden Gemeinden des Westens. Die Elim-Gemeinden lösten sich freundschaftlich aus dem Baptistenbund und sammelten sich mit gleichgesinnten Christen 1948 in der ACD (“Arbeitsgemeinschaft der Christengemeinden in Deutschland”, heute BFP “Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden”). Inzwischen ist der BFP eine evangelische Freikirche mit dem Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR). Die Trennung zwischen freikirchlicher und innerkirchlicher Pfingstbewegung blieb aber bestehen.
Die Christengemeinde Elim erfuhr nach dem Ende des Krieges einen starken Aufschwung durch Heimkehrer und Vertriebene. In Eigenarbeit und mit der Unterstützung schwedischer Christen wurde das völlig zerstörte Gemeindezentrum aus Trümmern wiederaufgebaut, bevor es in mehreren Um- und Neubauten seine heutige Gestalt erhielt. Trotz großer Auswanderungsschübe in den 50er und 60er Jahren entwickelte sich die Mitgliederzahl auf hohem Niveau. In den 70er Jahren kamen durch die Jesus-People-Bewegung neue Impulse und Aufgaben dazu. Das Anliegen der Pfingstgemeinden findet seit den charismatischen Aufbrüchen in den traditionellen Kirchen ab den 60er Jahren breite Beachtung und Bestätigung.
Wichtig ist der Gemeinde auch eine gute Zusammenarbeit mit anderen Kirchen und Gemeinden, wie sie sich in Hamburg in der Evangelischen Allianz, dem KELCH oder der ACK finden. Die 2005 von der Evangelischen Allianz gegründete Initiative „Gemeinsam für Hamburg“ wird maßgeblich von der Christengemeinde Elim mitgetragen.
Im Jahr 2011 konnte die Elim ihren 85 Geburtstag feiern! Seit über sieben Jahrzehnten steht sie für leidenschaftliches Christsein und Offenheit für den Heiligen Geist mitten in Hamburg. Aber auch über Hamburg hinaus. „Über den Tellerrand zu blicken“ ist für die Elim immer ein wichtiger Aspekt gewesen. Das heißt für uns zunächst, ein Auge für unsere internationalen Mitmenschen zu haben. Regelmäßig bieten wir in unseren Gottesdiensten Übersetzung in verschiedene Sprachen an. So haben Menschen aus über 40 Nationen eine Heimat in der Elim gefunden.
Über den Tellerrand zu blicken bedeutet schließlich weltweite Auswirkungen mit Hilfe für Menschen in Not. Als Gemeinde sind wir in drei Gebieten außerhalb Deutschlands aktiv: In Russland wurde viel in den Bau von Kirchengemeinden, in Drogenrehabilitation und Straßenkinderarbeit investiert. Vielen jungen Menschen konnte dadurch schon zu einer menschenwürdigen Existenz verholfen werden. In Indien fördern wir die Arbeit einheimischer Gemeinden, vor allem im Bereich Ausbildung und Mitarbeiterschulung, Kinder- und Jugendcamps sowie Aufbau eines Waisenheims. Auch in Ghana ist in den letzten Jahren ein Kinderheim entstanden. Für uns gehören Predigt und praktische Hilfe zusammen. Die frohe Botschaft von Jesus findet ihren Ausdruck in sozialen Projekten.










